“Thriller”: Sieben Kuriositäten zum meistverkauften Album der Welt

Aktualisiert am 23.11.2022 10:23

  • Michael Jacksons Thriller ist das meistverkaufte Album der Welt.
  • Gestartet am 30. November 1982 – vor 40 Jahren.
  • Auch der King of Pop schien den Erfolg nicht kommen zu sehen – denn vor der Veröffentlichung brach er in Tränen aus.

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Als „King of Pop“ gab Michael Jackson lange Zeit die Richtung in der Musiklandschaft vor. Rückblickend gilt der 30. November 1982 als Meilenstein auf dem Weg zum absoluten Weltstar. Als „Thriller“ veröffentlicht wurde, war das Album nicht sofort ein Mega-Erfolg. Das Aufnehmen braucht Zeit und produziert nebenbei Kuriositäten – wie diese:

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König der Albumverkäufe: “Thriller” ist weltweit die Nummer eins: Schätzungen zufolge wurden rund 67 Millionen Alben verkauft Jacksons 1982 die höchste Bewegung des internationalen Platzes im Guinness-Buch der Rekorde. Auf Platz zwei folgte die australische Hardrock-Band AC/DC mit „Back in Black“ (1980) mit rund 50 Millionen Käufern.

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Während das Problem weltweit klar ist, muss sich Jackson auf Landesebene anderen Künstlern geschlagen geben. In Deutschland steht beispielsweise der Soundtrack zum Kinofilm „Dirty Dancing“ (1987) mit 3,25 Millionen verkauften Einheiten an der Spitze. Nur 1,5 Millionen Menschen wählten “Thriller”. Jackson hat sich hier selbst geschlagen: Die “Thriller”-Nachfolger “Bad” (1987) und “Dangerous” (1991) erreichten jeweils zwei Millionen Käufer.

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Eine Zusammenarbeit mit Paul McCartney – doch die Freundschaft hielt nicht

Überraschungserfolg: Bevor das Thriller-Album Ende 1982 veröffentlicht wurde, war das Vertrauen in den Erfolg der Platte gering. Jacksons Plattenlabel schätzte, dass “mehrere Millionen Exemplare” weltweit Käufer finden könnten. Auch die Medien springen nicht sofort auf den nächsten Megahit auf. Das berühmte „Time“-Magazin gab beispielsweise an, Alben und einzelne Titel bei der Veröffentlichung nicht im Namen zu nennen.

40 Jahre "Thriller"Album von Michael Jackson
Der King of Pop und sein berühmter Moonwalk.

© dpa / Jan Nienheysen / dpa

“Thriller” hatte viele Hits, aber Kritiker nannten die erste Vorabsingle “dumm” und “eine schlechte Idee”. Aus heutiger Sicht gehört der Song „The Girl Is Mine“ zu den weniger bekannten Songs des Albums.

Gaststars: Der Ex-Beatle übernahm für das Duett „The Girl Is Mine“. Paul McCartney der zweite Teil des Liedes. Jackson soll sich entschieden haben, mit seinem Produzenten Quincy Jones Pre-Release zu spielen. „Wenn du zwei so starke Namen in einem Song zusammen hast, sollte er zuerst herauskommen“, erklärte der Popstar später in seinem Buch Moonwalk (1988).

Auch an der Veröffentlichung der dritten Single „Thriller“ ist ein Superstar beteiligt. Gitarrengenie Eddie van Halen von der 80er-Supergroup Van Halen (“Jump”) spielt auf der Single “Beat It” ein eingängiges Gitarrensolo.

Nach der Zusammenarbeit hielt die Freundschaft mit McCartney übrigens nicht lange. 1985 kaufte Jackson die Rechte an 251 Beatles-Aufnahmen für 47,5 Millionen Dollar, sehr zu McCartneys Ärger. Nach Jacksons Tod im Jahr 2009 verkauften seine Erben die Rechte an das Plattenlabel Sony. Bislang konnte McCartney seine Rechte nicht wiedererlangen.

Michael Jackson: Kurz vor der Veröffentlichung brach er in Tränen aus

Tränen vor der Veröffentlichung: Neben der Plattenfirma und Kritikern zweifelt Jackson selbst an „Thriller“. Sie soll bei ihrer ersten Listening-Party mit ihrem Plattenmanager geweint haben. Der Superstar habe laut Alex Gernandts Buch „Michael Jackson – Popular Misconceptions and Other Truths“, das die Szene beschreibt, „vor Entsetzen“ geweint.

Warum die Tränen flossen, verriet Jackson später gegenüber US-Journalisten: „Die Mischung klingt einfach schrecklich“. Ende des Liedes: Perfektionist Jackson setzte sich – wie so oft – gegen den Plattenboss durch. Täglich Songs aus „Thriller“ remixt – mit bekanntem Erfolg.

Aufnahme zu Aufnahme: Acht Grammys gingen an Michael Jackson bei der Verleihung 1984. Er erhielt sieben davon für sein Album „Thriller“ und einen für seine Sprechrolle in dem Kino-Blockbuster „ET – The Extra-Terrestrial“ von Steven Spielberg. Man könnte meinen, die Auszeichnungsflut sei ein Rekord für die Ewigkeit. Heute muss sich Jackson jedoch den ersten Platz bei den Musik-Oscars mit Carlos Santana teilen. Das gleiche Kunststück gelang der amerikanischen Gitarrenlegende nach seinem Comeback im Jahr 2000.

Gruseliges Video: Basierend auf seinem Film „American Werewolf“ produzierte Hollywood-Regisseur John Landis 1983 ein Musikvideo zur Single „Thriller“ aus dem gleichnamigen Album. Mit Produktionskosten von rund einer halben Million US-Dollar entstand der 14-minütige Horrorfilm Video ist das bisher teuerste Musikvideo.

Weil das Video unheimlich war, durfte es in Deutschland erst ab 22 Uhr ausgestrahlt werden. Dort lief es in der damals beliebten „Formel-1“-Show. Dann passierte ein Unglück: Laut NDR-Bericht war der Redakteur dafür verantwortlich, Beschwerden von verärgerten Eltern entgegenzunehmen. Sein Sohn soll sich in die Hose gemacht haben, weil er Angst vor Zombies hatte.

MTV-Premiere: Maßgeblichen Anteil am Erfolg von „Thriller“ hatte der Musiksender MTV. Er sagte, er habe sich zunächst geweigert, die zweite Single „Billie Jean“ zu spielen. Der Grund: MTV ist ein Sender für ein White-Rock-Publikum – für Fans von The Police oder Van Halen, heißt es. Erst auf Druck von Jacksons Label stimmte MTV zu, den Song zu spielen. Dies machte Jackson zum ersten afroamerikanischen Künstler, der vom Sender gefördert wurde. (Herr/dpa)

Nach Zweifeln an Echtheit: Drei Michael-Jackson-Songs wurden von der Streaming-Plattform entfernt

Ein Jahr nach Michael Jacksons Tod wurde posthum das Album „Michael“ veröffentlicht. Einige Fans und Verwandte des Sängers haben jedoch Zweifel geäußert, dass alle Songs darin tatsächlich von Michael Jackson selbst gesungen wurden.

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