PCK in Schwedt soll Öl über Danzig bekommen | Freie Presse

Seit Monaten bemüht sich die Bundesregierung um einen neuen Lieferweg für das PCK-Werk in Schwedt. Denn russisches Öl wird dort ab dem 1. Januar nicht mehr ankommen. Jetzt geht es in Berlin voran.

Berlin/Warschau.

Auch die bedeutende PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt wird künftig Rohöl aus dem Danziger Hafen beziehen. Darauf hat Polen am Donnerstag erstmals in einer Vereinbarung mit der Bundesregierung zugestimmt. Dies könnte Bedenken zerstreuen, dass die große Kapazität in PCK noch lange bestehen wird, nachdem die russischen Ölimporte zu Beginn des Jahres gekürzt wurden. Wenn mehr Materialien entwickelt werden, sollte das auch die Preise an der Zapfsäule senken.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und die polnische Umweltministerin Anna Moskwa unterzeichneten zunächst nur eine Absichtserklärung, ein sogenanntes Memorandum of Understanding. Lieferzahlen stehen nicht im Buch. Die entsprechenden Unternehmen werden kontaktiert. Sein Ziel sei es, Raffinerien in beiden Ländern mit “ausreichenden Mengen an Öl” zu versorgen, sagte Habeck. Sein Staatssekretär Michael Kellner (Grüne) will am Montag zu “tiefen Gesprächen” nach Warschau reisen.

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Der Lieferweg aus Polen ist für Schwedt bei der Versorgung Ostdeutschlands sehr wichtig. Bisher wurde PCK über die Druschba-Pipeline mit russischem Öl versorgt. Die Bundesregierung will dies wegen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine am 1. Januar stoppen und sucht nach einem anderen Notfall. Da das Leitungsvolumen von Rostock nach Schwedt nicht ausreicht, werden zusätzliche Mengen benötigt. Die Bundesregierung arbeitet seit Monaten daran, Polen davon zu überzeugen, Schwedt aus Danzig zu evakuieren. Es gibt auch Diskussionen über kasachisches Öl.

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Moskau: “Gemeinsame Interessen wirken zusammen”

Der polnische Minister Moskva wird in einer gemeinsamen Presseerklärung mit den Worten zitiert: “Diese Erklärung unterstreicht, dass wir gemeinsam daran arbeiten, die Ölsituation für polnische und deutsche Unternehmen zu verbessern, die an das Netz der polnischen Pipeline angeschlossen sind. Kunden in beiden Ländern.”

In der Absichtserklärung heißt es: „Es ist im Interesse Polens und Deutschlands, die Fabriken in Danzig, Plock, Schwedt und Leuna mit möglichst viel Potenzial zu nutzen.“ Auf deutscher Seite hat die Mitteldeutsche Raffinerie in Leuna auch russisches Öl aus der Druschba-Pipeline verwendet; Es besteht jedoch bereits eine Vereinbarung, als Ersatz Treibstoff aus dem Danziger Hafen zu beziehen. Dies ist nicht der Fall von Schwedt.

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In der Vereinbarung versprachen beide Seiten, die Kapazität des Hafens und der Pipeline so schnell wie möglich zu erhöhen. Die deutsche Seite gibt diese Zusage für den Rostocker Hafen und die Pipeline Rostock-Schwedt, die polnische Seite für Danzig und die Pipeline durch Pommern ab. „Gleichzeitig werden beide Seiten Unternehmen ermutigen, langfristige Verträge zur Nutzung vorhandener Ressourcen abzuschließen – wo dies mit der Technologie möglich ist – und (Materialien) zu verbessern und zu erneuern, um Kraftstoff aus Danzig zu liefern.“ (dpa)

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