LNG auf Zielgerade – Erstes Spezialschiff in Deutschland | Freie Presse

Auch Deutschland will mit Hilfe von LNG Gasengpässen vorbeugen. Dazu kommt es auf das erste Spezialschiff als schwimmenden Hafen an. Inzwischen sind die ersten Schiffe eingetroffen.

Mukran.

Deutschlands Einstieg in LNG-Importe verlangsamt sich und wird in den Novemberwolken über der Ostsee immer sichtbarer. Am Mittwoch ist mit der „Neptun“ das erste Spezialschiff zur Umwandlung von LNG in einen Gaszustand in einem deutschen Hafen angekommen – für einen Zwischenstopp auf der Insel Rügen. Ab Dezember wird es als schwimmender Hafen in Lubmin bei Greifswald genutzt.

Auch im niedersächsischen Wilhelmshaven und im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel sollen noch in diesem Jahr Schwimmbäder eröffnen. Spätestens wenn die 280 Meter lange „Neptune“ im Hafen von Mukran ankommt, wird der geplante Standort für Lubmin zu Hause sein. Die Bundesnetzagentur hat in der vergangenen Woche wie bisher eine Sondererlaubnis für weitere Beschränkungen erteilt, sodass das Unternehmen von bestimmten Regelungen ausgenommen ist. Die EU-Kommission muss noch zustimmen.

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Ein Wunschprozess

Nach Angaben der Betreibergesellschaft Deutsche Regas soll das Schiff bis zum Erhalt dieser Genehmigung in Mukran bleiben. Hier wird Rohöl exportiert, das über die Greifswalder Boddenebene nach Lubmin gelangt. Das Schiff ist das größte im Hafen von Mukran.

Ursprünglich war geplant, die Station zum 1. Dezember in Betrieb zu nehmen. Laut Deutscher Regas ist das technisch noch möglich. Ziel ist es, Mitarbeiter zu motivieren, die viel Zeit haben. „Es hat geklappt“, sagte Agenturchef Stephan Knabe am Mittwoch.

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Bis zu 5,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas können in die Gaspipeline eingefüllt werden, die von der Station durch Lubmin führt. Auch aus der schwer beschädigten deutsch-russischen Ostseepipeline Nord Stream 1 gelangten im vergangenen Jahr fast 60 Milliarden Kubikmeter nach Lubmin. Das Geld reiche aber aus, um etwa zwei Millionen Familien zu versorgen, sagte Knabe.

Persönliche empfohlene Dienste

Auch weil die Gaspipeline zumindest ab sofort nicht mehr aus Russland kommt, braucht Deutschland einen anderen Weg und ist unter anderem auf das LNG-Terminal angewiesen. Im Gegensatz zu anderen regulierten Gebieten verpachtet der Bund „Neptun“ nicht. Laut Deutscher Regas handelt es sich um ein privat finanziertes Projekt.

Das Schiff traf am Mittwoch unter Hochsicherheit ein. In Mukran war die Polizei unter anderem mit Flugbooten und Tauchern präsent. Begleitet wurde es von dem ehemaligen Küstenwachschiff „Bamberg“.

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Das Schiff wurde laut dem französischen Energieriesen Total, der es vermietet, in der Vergangenheit als LNG-Transporter eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine sogenannte FSRU (Floating Storage and Regasification Unit), die LNG nicht nur speichern, sondern auch erhitzen und in ein anderes Gas umwandeln kann. Am Hafen der Firma Lubmin werden Kleinboote, die den Greifswalder Bodden überqueren, angeliefert. Diese werden auf ein Lagerschiff in der Ostsee verladen, das per Schiff angeliefert wird. Die Genehmigung durch die Landesagentur für Arbeit steht noch aus. Beschwerden können bis Montag eingereicht werden. (dpa)

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