Fußball – EU-Parlament kritisiert Fußball-WM in Katar – Sport

Straßburg (dpa) – Das Europaparlament hat den Tod ausländischer Arbeiter in Vorbereitung auf die WM in Katar kritisiert.

Offizielle, Sportverbände und Veranstalter sind laut einem am Donnerstag verabschiedeten Beschluss dazu angehalten, bei der Vergabe zukünftiger großer Sportpreise Werte wie Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit umzusetzen.

Man war entsetzt über die Entscheidung, „One Love“-Armbänder zu verbieten, die ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen sollten. Darüber hinaus wurden die katarischen Behörden aufgefordert, das Verbot von Folter und Misshandlung vollständig umzusetzen und Homosexualität zu entkriminalisieren.

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Sie betont auch, dass das Parlament nach wie vor der Meinung ist, dass die Korruption in der FIFA weit verbreitet, systematisch und tief verwurzelt ist. Deutschland und andere Länder der Europäischen Union sollten Druck auf die UEFA und die FIFA ausüben, die FIFA zu reformieren und die nächsten Weltmeisterschaften demokratisch und transparent zu vergeben.

Kritik und Forderungen des FIFA-Weltverbands

Die Weltgemeinschaft sollte auch die Familien toter Gastarbeiter und anderer Opfer entschädigen. Es betonte auch, dass die FIFA die Weltmeisterschaft Katar zugesprochen habe, ohne Bedingungen zur Unterstützung von Wanderarbeitnehmern und ohne gültige Behauptungen über Bestechung und Korruption festgelegt zu haben. Zu begrüßen ist aber auch, dass Katar Reformen eingeleitet hat, um die Situation der Arbeitnehmer zu verbessern.

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Deutsche Abgeordnete hatten noch deutlichere Worte zur WM. „Aus menschenrechtlicher Sicht ist diese Männer-WM eine Katastrophe“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker Dietmar Köster. Özlem Demirel, außenpolitischer Sprecher der Linken im Europaparlament, kritisiert die Resolution. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, deutsche und europäische Unternehmen, die von der WM profitierten, müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

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Jan-Christoph Etgen, FDP-Abgeordneter in Europa, betonte, dass das Parlament mit dieser Resolution klar erklärt habe, dass die Menschenrechte überall gelten. Er sagte auch: Die Weltmeisterschaft hätte niemals in Katar stattfinden dürfen, die FIFA braucht dringend Reformen, damit so eine Schande nicht noch einmal passiert.

© dpa-infocom, dpa:221124-99-647876/2

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