Dresdner Theaterintendant Klement fordert Solidarität mit “Letzte Generation”-Aktivisten

MDR-KULTUR: Unterstützen Sie persönlich diese Protestbewegung?

Joachim Clemens: Sie müssen sagen, wann wurde es gestartet? Dies nach dem Scheitern des Weltklimagipfels in Ägypten und zu einer Zeit, die den Eindruck erweckt, dass die Souveränität des gemeinsamen Tisches nun denen überlassen wird, die über das RAF-Klima gesprochen haben, obwohl es eigentlich um gewaltlosen Protest geht. Und ich glaube, das ist eine Situation, wo man sagen muss: So geht das nicht. Man muss dafür sorgen, dass es verbale Abrüstung gibt und dass man darüber spricht, worum es wirklich geht.

Es kann kultivierte Menschen noch mehr treffen, dass die „letzte Generation“, Vertreter der „letzten Generation“, Lebensmittel für die Kunst verschwenden. Es gibt noch keine größeren Schäden, aber es gibt immer noch einige. Ist das nicht gegen den Strich?

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Aber wenn das der Fall ist, wird es ein Fall sein, dass ich es bestrafen werde. Bisher wurden die Menschen in das Glas geworfen, das die Kunst schützt, weil sie wissen, was es bedeutet. Wir reden von zivilem Ungehorsam. Und es wird behauptet, dass dies ein echter Protest ist, der nichts mit individuellen Überzeugungen zu tun hat, sondern mit einer Situation, die die Zukunft unseres Landes gefährden soll. Und das meinen die Vertreter der „letzten Generation“.

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Was bisher allgemein zu hören ist, bezieht sich auf die wissenschaftliche Forschung. Ich habe zuletzt von Andreas Levermann gehört, einem Klimaforscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Und er sagte, wenn wir diese Pflicht zum Schutz unserer kontrollierten Zukunft in Klimafragen nicht akzeptieren, dann werden wir auch in Zukunft keine Demokratie haben. Und ich denke, diese Kontextualisierung ist das, was erklärt werden muss. Und Sie können es nicht einfach mit einem Begriff mit Klima-RAF-Konnotationen abtun. Es ist nur eine Realität, der du dich stellen musst. Und das sind auch Dinge, die seit Jahren wirklich schlummern und sich verzögern.

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Und das schafft die Dringlichkeit, die diese Klimaaktivisten behaupten. Und ich denke, der Einsatz dieser Form des Protests liegt darin, dafür zu sorgen, dass dieses Thema im Alltag stattfindet, der immer noch stark von Fossilien geprägt ist. Dies ist alles darüber. Sie akzeptieren, dass sie natürlich unter einem Rechtssystem leben und für Gesetzesverstöße bestraft werden. Dazu gehört auch das Brechen der Regeln. Aber es gehört auch zur Verantwortung, die Norm zu brechen.

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